Der Mechaniker bin ich

Da besagter empfohlener Mechaniker wohl gut war, hatte er entsprechend viel zu tun, sodass ich an diesem und den nächsten Tag (Donnerstag) nicht an der Reihe war.

Am dritten Tag (Freitag, 17. März 2023) war ich dann soweit, dass ich vorschlug den Bulli soweit vorzubereiten, dass man nur noch den Motor ausbauen und anschauen musste.

Als am Freitag dann noch immer kein Ende seiner Arbeit in Sicht war, beschloss ich nach der obligaten Siesta in Argentinien, den Motor selbst auszubauen. Ich hatte ja bereite drei Mal zugeschaut. Irgendwie würde ich das schon hinkriegen.

Kurz nachgeschlagen in meinem „How to keep your Volkswagen alive“-Ratgeber und los ging’s.

Leider hatte ich nicht richtig gelesen und darum die Arbeit drei Mal gemacht. Es sind vier kleinere Schrauben die den Motor am Getriebe befestigen und zwei grosse die den Motor mit dem Chassi verschrauben. Wenn man nicht alle vier Schrauben vom Getriebe löst, kommt der Motor auch nicht heraus…

Und umgekehrt kann man die Schrauben vom Getriebe nicht lösen, wenn der Motor nicht mit dem Chassi verbunden ist… Ein Teufelskreis.

Als ich dann den Motor nach ca. drei Stunden draussen hatte, waren die Gaffer/anderen Kunden und der Mechaniker dennoch sichtlich beeindruckt.

Nun, da der Motor draussen und auf dem Tisch war, war schnell klar, dass eine Dichtung des Ölkühlers leckte.

Was für ein Glück! Denn das bedeutete, dass nicht der ganze Motor auseinander genommen werden musste.

Als die Dichtung gewechselt und zusätzlich abgedichtet war, was ich in 20 Minuten erledigte, konnte der Motor wieder eingebaut werden.

Nun das ganze wieder Rückwärts. Ein Kunde am Wagenheber und ich unter dem Bulli.

Alles gelang mir eigentlich ganz gut, ausser diese eine Schraube, welche sich nicht festschrauben liess, und für welche ich dann auch die Hilfe des Mechs in Anspruch nahm.

Es war jedoch bereits nach 20:00 Uhr und alle wollten Feierabend machen, deshalb beschlossen wir, dass ich die Stossstange etc. morgen montieren würde.

Der Bulli lief ohne Probleme an, und ich übernachtete eine weitere Nacht an der Costanera.

Ich war sehr froh, dass dies nun doch noch geklappt hat, denn ich wollte unbedingt am 24. März in Ushuaia sein. Dann liefen die letzten Schiffe in die Antarktis aus, und das wollte ich mir nicht entgehen lassen. 😉👌🏼

Und bis Ushuaia sind es von diesem Standort doch noch 3000 Kilometer.

Mit dem Bulli sind erfahrungsgemäss maximal 600 Kilometer am Tag möglich, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 60km/h. Also viel zu „tun“ in der nächsten Zeit.

Fotos vom Schrauben gibts leider keine, ich musste ja mechen… 🙈😂

Den Weg nach Ushuaia gibt’s im nächsten Blogeintrag.

Stay refreshed – Have a Mojito. 😊

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