Der letzte Rest Argentinien

Auf den letzten Metern in Argentinien ist mir in kurz vor Chilecito ein leichter Leistungsverlust aufgefallen. Ich hatte darum Angst, dass es diesmal die andere Seite der Ventilstäbe erwischt hatte und bin kurzerhand zu einem Mechaniker gefahren in Chilecito.

Dieser hatte aber nicht wirklich Zeit, und die Sache nur noch schlimmer gemacht. Nach fünf Tagen in denen er sich nicht mehr gemeldet hatte, wurde es mir zu bunt und ich ermutigte Vanilla Thunder dazu, die 600 Kilometer nach Salta durchzuhalten.

Leider war dies nicht der Fall. In der Hälfte der Strecke ging gar Nichts mehr. Ich stellte mich also wieder einmal an die Strasse und hielt ein Pickup-Truck an, welcher mich zu einer Lokalen Werkstatt in einem Kaff, fünf Kilometer entfernt schleppte.

Dieser hatte am nächsten Tag Zeit, und flickte Vanilla wieder zusammen. Zum Glück lösten sich nur die Schrauben von zwei Ventilen, und kaputt war Nichts.

Auf gings nach Salta. Die Strecke insgesamt war wunderschön. Zuerst durch eine Art Canyon und danach durch weitere Weingebiete.

In Salta gab es ein Spezialisten für Bullies, welchen ich avisierte. Da das Ventilspiel nur bei kaltem Motor eingestellt werden sollten, empfahl er mir einen Campingplatz zu welchem er am nächsten Tag kommen wollte.

So war es dann auch. Er bemerkte, dass die Abstände der Kipphebel falsch eingestellt, zwei Kipphebel kabutt und auch die Distanzringe in einem schlechten Zustand waren. Er tauschte alles aus. Ein Kipphebel war aber gem. ihm „sehr teuer“. (Er verlangte 9000 ARS, was beim aktuellen Kurs etwa 16 CHF sind 🙈).

Ich solle Vanilla Thunder einfahren, und er schaue sich dann das Ganze morgen nochmals an. Ähm? Wie bitte? Morgen ist Sonntag. Ja das sei doch kein Problem… Ok.

Er kam also am Sonntag Morgen nochmals und musste die Ventile eines Kolbens nochmals einstellen, der Rest war in Ordnung.

Auf dem Campingplatz gab es ausserdem ein Schweizer Pärchen, mit welchem, und ein paar andern, ich Znacht ass. Bei mir gab es Rinderfilet und Reissalat. Und zum Dessert Schoggibananen. 😂

Salta an sich fand ich eine unschöne Stadt, lediglich die Altstadt war sehenswert.

Nach Salta wollte ich eigentlich noch den „Wolkenzug“ (ein Zug der bis auf 4200 M.ü.M. eben in die Wolken fährt) nehmen für einen Tag, und danach Richtung Bolivien fahren.

Ein Gesetzesentwurf des Argentinischen Präsidenten verhinderte dies aber erfolgreich. Die Vorlage diskriminiert in einer Weise die indigene Bevölkerung, von welcher es in Nordwest-Argentinien viele hat, sodass diese auf die Strasse gingen und sie bis zu 48h blockierten.

Ich wich also auf Routa 32 aus, welche „nur“ für 3 Stunden gesperrt wurde.

Und wie es in Bolivien dann weiterging, erfährst du im nächsten Eintrag. 😘

Stay refreshed – Have a Mojito! 😊

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